Wie wichtig eine optimale Ausleuchtung der Verkaufsräume ist, wird oft unterschätzt. Nicht die Strom- oder Anschaffungskosten sind entscheidend, sondern das Ergebnis und das damit einhergehende Wohlfühl-Ambiente.


Lichtechnik im Ladenbau - Rustikaler Laden
Für den rustikalen Laden setzte man bei Korte Einrichtugen auf Allgemeinbeleuchtung aus zur Einrichtung passenden Hängelampen

Licht ist ein wichtiges Gestaltungsmerkmal im Ladenbau. Es ermöglicht einem Bäcker, seine Backwaren und den Marktauftritt augenfällig zu inszenieren. Düster erscheinende Läden rufen beim Kunden eine Schwellenangst hervor, die ihn hindert oder, schlimmstenfalls, sogar abhält den Laden zu betreten. Mehr als 80% der Informationen nehmen Menschen über die Augen auf, eine Erkenntnis die sich in Bäckereien verkaufsfördernd nutzen lässt. Daher sollte schon von außen mit beleuchteter Werbung deutlich gemacht werden, um was für ein Geschäft es sich hier handelt.


Außenwerbung mit Licht 


Lichttechnik im Ladenbau
Hier senken herabhängende Lichtbrücken den ansonsten hohen Raum optisch ab

Generell werden folgende Arten der Außenwerbung mit Licht unterschieden: die selbstleuchtende Lichtwerbung und die angeleuchtete Lichtwerbung. Bei der ersten Variante befindet sich die Lichtquelle, beispielsweise eine Neonröhre, innen liegend. Die am häufigsten zu sehende Variante ist das Flachtransparent, bei dem ein Acrylglasgehäuse mit einem Blechboden verwendet wird und die Lichtwerbung selbstleuchtend ist. Hingegen ist bei der angeleuchteten Variante das Leuchtmittel extern angebraucht, z. B. wird der Schriftzug der Bäckerei an der Fassade mittels eines Halogenstrahlers beleuchtet. Ein Leuchtlogo – eingelassen in den Boden – hat Signalwirkung. Allerdings ist ein Einbau direkt vor dem Laden in vielen Städten nicht erlaubt. Häufig verweigern Bauämter die Genehmigung.

 

Fehlendes Licht erzeugt Schwellenangst. Daher gilt, dass der Schaufenster und Eingangsbereich sich durch hohe Beleuchtungsstärken von der Umgebung abheben und einladend für Kunden wirken sollten. Untersuchungen haben gezeigt, dass je stärker sich das Schaufenster durch eine hohe Beleuchtungsstärke hervorhebt, desto größer ist die Anziehungskraft auf Kunden. Allerdings spielt auch die Lage des Geschäfts eine Rolle, d. h. zum einen ob der Standort innerhalb einer Großstadt oder aber eher in einer Kleinstadt liegt, zum anderen aber auch ob er sich eher an einer Neben- oder einer Hauptstraße befindet. Liegt die Bäckerei beispielsweise mitten im Kölner Zentrum, in unmittelbarer Nähe zum Dom, empfiehlt sich eine wesentlich höhere Beleuchtungsstärke als beispielsweise in einer Kleinstadt. Dies hängt auch mit der Umgebungsbeleuchtung zusammen. Unabhängig vom Standort ist es aber wichtig, die Leuchten immer nah an der Scheibe zu platzieren. Sie dürfen entweder ausschließlich nach innen strahlen oder einen Meter auf dem Gehsteig ausleuchten.


Licht im Verkauf


Lichttechnik im Ladenbau - Kombination verschiedener Lichtkonzepte
Verschiedene Lichtkonzepte harmonieren zusammen. Der Kronleuchter dominiert den Raum. Er dient hier als Designobjekt, nicht als Lampe.

Mit Lampen, die eine falsche Farbtemperatur haben, kann der Kunde die Ware zwar sehen, aber er erkennt die Qualität nicht. Im falschen Licht sehen die besten Brötchen pappig und das Brot alt aus. Was nützt eine Top-Produktion, die im Verkauf dem Kunden nicht entsprechend kommuniziert wird.


Ein gleichmäßig ausgeleuchteter Verkaufsraum ist langweilig und monoton. Die Kunden brauchen Abwechslung für die Augen. Ohne Akzente fehlt das Kauferlebnis, die Kunden fühlen sich unwohl. Eine leuchtende helle und kontrastreiche Ladengestaltung bis in die Raumtiefe hinein macht einen Laden attraktiv. Ein dunkles Gesamtkonzept fängt das Licht und lässt den Laden finster und abweisend erscheinen. Wichtig ist die Lichtqualität, denn sie erleichtert die Beurteilung der Produktqualität, ermuntert zum Kauf, schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Die vorgeschriebene Mindest- Beleuchtungsstärke für Verkaufsräume beträgt 300 Lux (lx, Lux s. Kasten) und im Kassenbereich 500 lx. Der Eingangsbereich kann durch leicht erhöhte Ausleuchtung bis ca. 750 lx etwas betont werden.


Zur Allgemeinbeleuchtung sind Einbaustrahler eine wirtschaftliche und ansprechende Lösung, die mit Kompaktleuchtstofflampen in warmweißer Lichtfarbe bestückt sein sollten, mit einer Beleuchtungsstärke von 250 bis 300 lx. Durch eine zu hohe Lichtstärke würde die akzentuierte Beleuchtung in Theke und Regal geschwächt. „Hauptsache es ist hell“, ist eine falsch verstandene Lichtplanung. Bei Einsatz von Spiegelrasterleuchten sorgen Drei- Banden-Leuchtstoffröhren für eine hohe Farbwiedergabequalität, auch hier empfiehlt sich die warmweiße Lichtfarbe. Einfache Standardröhren lassen die Ware grünlich erscheinen – gerade bei Backwaren ein folgenschwerer Fehler.


Im Theken- und Regalbereich müssen Helligkeit und Lichtfarbe stimmen. Hier sind Natriumdampf-Lampen aufgrund des brillanten warmen Lichts, das die Backwaren optimal in Szene setzt und die Farben nicht verfälscht  ideal. In regelmäßigen Abständen über der Gebäcktheke angebracht, sollten auf der Ware ca. 1.000 lx messbar sein. Halogenleuchten erzeugen ebenfalls ein brillantes Licht mit ausgewogener Farbwiedergabe, allerdings ist die Lichtfarbe mit ca. 3.200° Kelvin für Backwaren zu neutral. Nachteilig sind auch die hohen Betriebskosten, da Halogenleuchten ähnliche wie Glühlampen, den größten Teil der zugeführten Energie in Wärme verwandeln. Daher werden diese Leuchten häufig mit wirtschaftlichen Spiegelrasterleuchten kombiniert, für die Warenpräsentation nicht optimal. Eine mit Leuchtstofflampen vergleichbare Lichtausbeute haben Metalldampf- Halogen-Lampen mit warmweißer Lichtfarbe, deren Lichtqualität der von Natriumdampf- Lampen vergleichbar ist. Für die Regalausleuchtung gibt es unterschiedliche Lichtplanungsmöglichkeiten: Die Spiegelrasterleuchte mit Leuchtstoffröhren sorgt für Grundhelligkeit. Das diffuse Licht dieser Leuchten sollte mit dem brillanten Licht der Natriumdampf-Lampen – vorzugsweise als schwenkbare Strahler in der Decke – aufgewertet werden. Als Akzentbeleuchtung – für den Backofen oder bestimmte Produkte – sind Halogen- Niedervoltleuchten ideal. Die Beleuchtungsstärke sollte bei ca. 1.000 lx liegen, die Akzentbeleuchtung kann im Einzelfall 2.000 bis 4.000 lx betragen. Durch die intensive Beleuchtung in Regal und in Theke erhält der Arbeitsbereich der Verkäuferinnen mit ca. 500 lx damit auch optimale Bedingungen: Es entsteht eine angenehme, anregende und dynamische Arbeitsatmosphäre, die der Ermüdung entgegenwirkt und die Motivation fördert.

Im Stehverzehr, Sitzbereich und Café wird häufig mit zu vielen Leuchtstofflampen die Atmosphäre gestört: Die Beleuchtungsstärke kann mit ca. 150 lx warmheißer Lichtfarbe ruhig gedämpft werden und gemütlich wirken. Indirektes Licht mit gestreuter Lichtreflexion unterstreicht eine einladende Gesamtwirkung. Einzelne Halogenspots auf Deko-Elemente oder Grafiken beleben das Ambiente.


Lösungen aus einer Hand


Lichttechnik im Ladenbau - Kronleuchter
Auch in modernen Läden kann ein Kronleuchter als Blickfang dienen

Korte Einrichtungen hat eine eigene Beleuchtungsabteilung um dem Kunden einen Rundum-Service aus einer Hand bieten zu können. „So können sich unsere Architekten und die Beleuchtungsentwickler kurzschließen und auf dem kleinen Dienstweg eventuell auftauchende Unstimmigkeiten klären“, erläutert Geschäftsführer Thomas Korte einen Vorteil. Bei der Zusammenarbeit mit externen Beleuchtungsfirmen wären für eine solche Kommunikation mehrere Telefonate notwendig.
Der Architekt gibt das Konzept des Ladens vor und die Beleuchter erarbeiten ein auf das gewünschte Ambiente und Erscheinungsbild abgestimmtes Licht-Arrangement. Hierbei kann es vorkommen, dass für eine Lampenart nicht ausreichend Einbautiefe zur Verfügung steht. Dieses Problem kann bei dem Ladenbauer nun intern und schnell gelöst werden. Ein weiterer Vorteil für den Kunden ist die Tatsache, dass er nur einen Ansprechpartner hat. Sollten im Nachhinein Probleme mit der Beleuchtung auftreten übernimmt Korte die volle Garantie und leistet alle notwendigen Arbeiten.


„Das entspricht unserem Konzept, dem Kunden möglichst viel abzunehmen. Wir möchten beim Bau eines Ladens der einzige Ansprechpartner sein, mit dem sich der Kunde beschäftigen muss. So lassen sich auch die notwendigen Arbeiten, Genehmigungen und anderes leichter koordinieren.“ Um dem Kunden die Beschaffung defekter Leuchtmittel zu erleichtern arbeitet Korte Einrichtungen, soweit es möglich ist, mit Standard Leuchtmitteln, die normalerweise beim Elektriker um die Ecke nachbestellt werden können.


Zur Südback 2007 präsentierte das Unternehmen eine auf LED Technik basierende Beleuchtung, die sich individuell und flexibel an die wechselnden Bedürfnisse des Bäckers anpassen kann. In den Thekensockel und in die Blende oberhalb des Brotregals verbauten die Lichttechniker enge Netze aus LEDs, die sich alle einzeln ansteuern lassen. „Dies erlaubt eine Anpassung des Ladens an viele mögliche Bedürfnisse des Kunden“, erklärt Thomas Korte. So sind beispielsweise Farbverläufe denkbar, die je nach Jahreszeit, Wetterlage oder Tageszeit variieren und so die Stimmung im Laden verändern. „Ob ich nun rote oder blaue Töne dominieren lasse, ist ein gewaltiger Unterschied.“
Ebenfalls ist es möglich Laufbänder mit Schriften zu realisieren oder Muster und Fahnen zur Unterstützung von Sonderverkaufsaktionen.


Wichtig ist bei Korte Einrichtungen auch der Design Aspekt von Lampen. Ein Kronleuchter ist ein toller Blickfang, muss aber auch zum Ambiente des Ladens passen. Hier wird die Beleuchtung an sich zur Nebensache und das Design rückt in den Vordergrund. So wurden auch schon Plexiglas-Trennwände realisiert, in denen LEDs eingelassen waren. „Ob diese Trennwände Licht abgeben ist eigentlich egal“, so Thomas Korte. „Bei solchen Objekten zählen das Design und der Blickfang, dann folgt die Funktionalität als Trennwand.“

Um dem Kunden immer ein auf ihn abgestimmtes Lichtkonzept, das zum Laden passt, liefern zu können, probieren die Techniker viel aus, bevor gebaut wird. „Wir sehen Licht nicht nur als Helligkeit. Licht schafft Stimmungen, erzeugt Emotionen und hilft, ein gewünschtes Ambiente zu unterstreichen. Wir haben uns die Lichtkompetenz selber erarbeitet um unseren Kunden eine Rundum-Lösung aus einer Hand anbieten zu können.“