Seit Mai 2003 Ist das Café Böckeler Mittel- Und Anlaufpunkt in der Karlsruher Innenstadt. Maßgeblich zu Diesem Erfolg beigetragen hat die Realisierung des Ladenbau Konzeptes durch Korte Einrichtungen.

 

Bei einem so großen Objekt wie dem Café Böckeler in Karlsruhe, mit insgesamt über 470 Sitzplätzen, darf man sich nicht allein auf eine Kundenklientel festlegen. Der Mix aus jungen und älteren Kunden ist ein Faktor für den Erfolg des Cafés, das die Inhaber zusammen mit Korte Einrichtungen gestaltet haben.

 


LAdenbau für das Café Böckeler - Qualität die auch beim Hinschauen beeindruckt
Qualität die auch beim Hinschauen beeindruckt

Erst am 26. Mai 2003 wurde das Café neu eröffnet, nachdem der vorherige Betreiber in dem Haus 20 Jahre lang ein klassisches Café betrieben hat. Als der Vorgänger Anfang Januar 2003 schloss, stand nicht von vornherein fest, dass an diesem Ort wieder ein Café aufmachen würde. Mehrere Bewerber, u. a. auch McDonalds, interessierten sich für das Sahnestück in 1-a Lage. Die Frage um die Nachfolge wurde schnell zum lokalen Politikum, denn die Bürger wollten wieder ein Café und starteten die Unterschriften-Aktion "Rettet unser Café!", bei der über 6.000 Unterschriften zusammen kamen. Damit waren die Weichen für den Café-Betrieb gestellt und so stattete der Gemeinderat am 21. Januar dem Café Böckeler in Baden-Baden einen Besuch ab. Man wollte sich vor Ort von der Qualität des Bewerbers überzeugen. Das dort Gesehene war offensichtlich beeindruckend. Böckeler erhielt den Zuschlag und es wurde vor den zahlreichen regionalen Medienvertretern dann auch öffentlichkeitswirksam verkündet.


Vertrauenssache


Ladenbau für das Café Böckeler - Ein schlüssiges Konzept
Ein schlüssiges Konzept begleitete den effizienten Umbau

Nun war Eile angesagt, denn der Betrieb sollte nach Absprache mit der Stadtverwaltung bereits am 26. Mai wieder anlaufen. "Was wir für die Ladenbau Planung innerhalb von fünf Wochen von der Vorplanung bis zum Feintuning bewältigt und auf die Beine gestellt haben, ist im Rückblick noch immer kaum zu glauben", stellt Geschäftsführer Stefan Gratzfeld fest. Das alte Geschäft musste von Grund auf saniert werden. Stromnetz und Installationen wurden ebenso wie ein Teil der baulichen Substanz von einem Heer von Handwerkern komplett erneuert.


Aber es kam ja nicht nur auf den Rohbau an, sondern auch auf die Planung und Umsetzung des eigenen Ladenbau Konzepts für das Café - und das unter größtem Zeitdruck, denn für die Planung blieben dem Ladenbauer nur rund 13 Tage. Gratzfeld: "Für so ein Unterfangen braucht man wahnsinnig viel Vertrauen, auch zum Ladenbauer. Wir kennen Korte Einrichtungen seit Jahren, mit ihnen haben wir auch unsere anderen Geschäfte ausgestattet. Die Planung und die Zusammenarbeit verliefen auch jetzt wieder reibungslos. Natürlich lagen Alternativangebote vor, aber letztendlich gaben das Vertrauen und die professionelle Planung des Ladenbaus den Ausschlag. Ein wichtiger Vorteil war auch, dass wir bei Korte für das Projekt einen ständigen Ansprechpartner hatten. Korte Einrichtungen hat ein schlüssiges Konzept beigesteuert, ist auf alle unsere Ideen und Änderungswünsche selbst noch während der Bauzeit eingegangen. Aber wir wussten, die kriegen das hin. Insgesamt hat der ganze Umbau vom Beginn der Renovierung an bis hin zur Fertigstellung 74 Tage gedauert."


Coffee-Bar als Blickfang


Ladenbau für das Café Böckeler - Der Eye-Cather ist die zentrale Coffee-Bar
Der Eye-Cather ist die zentrale Coffee-Bar

Um mit einem komplett neuen Ladenbau Konzept ein breiteres Publikum anzusprechen, wurde die Inneneinrichtung völlig erneuert. Ein wesentlicher Bestandteil der Einrichtung ist die Coffee-Bar. Alle Kaffeespezialitäten werden hier für das gesamte Café - inklusive Bar und Außenplätzen verfügt es über 470 Sitzplätze - zubereitet. Dem entsprechend betriebsam geht es dort zu. An vier Kaffeemaschinen, zwei Halb- und zwei Vollautomaten, arbeiten die Baristas gleichzeitig, um in Spitzenzeiten die Wünsche der Gäste auf höchstem Niveau zu erfüllen. "Unsere Kompetenzen liegen in selbst hergestellten Konditoreiwaren und Kaffee. Auf beiden Gebieten erwarten unsere Kunden erstklassige Qualität, egal in welchem Bereich des Cafés sie Platz nehmen."    


Während im ersten Obergeschoss eine klassische Bestuhlung zu finden ist, orientierte man sich bei der Gestaltung des Erdgeschosses an den Bedürfnissen eines jüngeren Publikums.


Offen, gradlinig und kommunikativ präsentieren sich die Sitzplätze rund um die Coffee-Bar, die zentral in der Mitte des Ladens platziert ist.
"Am Anfang der Planung sollte an dieser Stelle ein Front-Cooking entstehen. Diese Idee haben wir allerdings schnell verworfen, weil wir uns mit einer Coffee-Bar besser identifizieren konnten. Zudem folgen wir mit diesem Konzept dem Trend und sprechen neben den klassischen Caféhaus-Kunden zusätzlich eine weitere Zielgruppe an: Den Coffee-Shop Kunden."


Der Vorteil gegenüber einem reinen Coffee-Shop liegt im Umfeld der Bar. Es ist genügend Freiraum für eine Vielzahl von zusätzlichen Aktionen und Angeboten. Zum Beispiel wird jeden Sonntag ab 9.30 Uhr im Erdgeschoss bzw. im Umfeld der Bar ein großes Brunch-Buffet aufgebaut oder im Rahmen einer Vorführung zeigt ein Konditor live im Laden wie man Baumkuchen backt. Damit erreicht Gratzfeld eine große Aufmerksamkeit bei seinen Gästen.


Kaffee und Kunst


Ladenbau für das Café Böckeler - Kaffeegenuss verbunden mit Kunst
Kaffeegenuss verbunden mit Kunst

Die Angebotskarte zählt allein 18 Kaffeespezialitäten, die gegen einen kleinen Aufpreis mit Flavours oder Spirituosen zusätzlich aufgepeppt werden können.    
Eine ausgefallene Spezialität und zugleich ein gelungener Marketinggag, ist der Espresso Majolika, der nur an der Caffee-Bar für 2,50 Euro serviert wird. Der Espresso mit Sambuca wird nicht in gewöhnlichen Espresso-Tassen serviert, sondern in künstlerisch gestalteten Tassen aus der einzigen Keramik Manufaktur in Deutschland - Majolika in Karlsruhe. In regelmäßigen Abständen präsentiert die Manufaktur immer wieder neue Tassenkollektionen, die immer ein anderer Künstler entworfen hat. Diese kann man dann auch im Café Böckler kaufen. Die Preise für eine Espresso-Tasse beginnen bei rund 45 Euro.


Edle Materialien


Ladenbau für das Café Böckeler - das klassische Café in der oberen Etage
Gardinen, verspielte Leuchten und dezente Stoffbezüge - das klassische Café in der oberen Etage

Im unteren Bereich dominieren Leder und Laminat die Atmosphäre, während in der ersten Etage ein Café im klassischen Sinn mit bezogenen Sitzen und Teppichboden auch weiterhin die traditionelle Kaffeehaus-Klientel anspricht. Auch die Küche befindet sich hier im ersten Stock. Über einem Aufzug gelangt das frisch zubereitete Essen nach unten. So werden die Gäste in den Sitzbereichen nicht von den verschiedenen Essensgerüchen belästigt und man hält so auch den Konditoreibereich von überlagernden Gerüchen frei. Neben der fest eingebauten klimatisierten Pralinentheke, den Kühltheken und Präsentationsflächen für die Konditoreiwaren gibt es im Erdgeschoss auch noch einen Straßenverkauf für Eis im Sommer, der im Winter vollständig verschwindet. Der Backwarenbereich wurde im Vergleich zu einer klassischen Bäckerei eher klein gehalten, dennoch ist es für Böckeler ein wichtiges Segment. Vorbeigehende Passanten haben aber auch hier die Möglichkeit, im Außenbereich Backwaren zu kaufen und werden so zu Spontankäufen angeregt, ohne den Laden betreten zu müssen.


Gratzfeld, der mit seiner Schwester Petra und deren Ehemann Stefan Böckeler das Geschäft betreibt, sieht seinen Schwerpunkt eindeutig im Cafébereich, aber auch in der Bäckerei - die Backwaren werden in der eigenen Produktion in Brühl hergestellt.
Das gesamte Ladenbau Konzept hat Erfolg und die Coffee-Bar ist ein wesentlicher Bestandteil davon. Obwohl das Café erst seit Ende Mai 2003 eröffnet hat, übertrifft der Umsatz die Erwartungen der Betreiber deutlich, er liegt schon jetzt 30 bis 40 Prozent über Plan.