Hier kommt die Wurst auf´s selbstgebackene Brötchen. Kombiläden von Bäckern und Fleischern sind eigentlich nichts Neues. Wenn jedoch der Fleischermeister selbst am Backofen steht, um stündlich frische Brötchen, Croissants und Laugenstangen anzubieten, ist das schon etwas Besonderes. Fleischeri Stehr in Bremen macht es vor

 


Ladenbau für die Fleischerei Stehr - Integration einer breiten Glasfront
Integration einer breiten Glasfront

Diese spezielle Form des Komplettangebotes hat sich Hans Joachim Stehr ausgedacht, als es um die Neugestaltung seines Ladenlokals inmitten der Einkaufszone der Hafenstadt an der Nordsee ging. Realisiert wurde die außergewöhnliche Ladenbau Kombination von SB-Backwaren und frischen Fleischwaren aus meisterlicher Frische-Produktion von Korte Einrichtungen.

 

Dabei sollte sich das Zusammenspiel von Backwaren, Imbiss und traditionellem Fleischerei-Sortiment auch in der Innenarchitektur wieder spiegeln. Das Ambiente, das dabei entstand, spannt auch optisch den Bogen von den knusprigen Baguettes über die Fleisch- und Wurstwarentheke bis zum Imbiss mit Schalterverkauf nach draußen. Vor der Tür, die automatisch öffnet und in eine breite Glasfront integriert wurde, liegt eine Bushaltestelle, die für weitere Kundenfrequenz sorgt und gleichzeitig einen starken Anteil an Impulskäufern mit sich bringt. In die neu erstellte Fensterfront wurden auch das Firmenlogo sowie die Schriftzüge für die Fleischerei und Bäckerei integriert.


Perfekte Klimatisierung im Ladenbau


Ladenbau für die Fleischerei Stehr - Ein großes Sortiment an Backwaren
Ein großes Sortiment an Backwaren

Wer in den Laden kommt, merkt nichts von der Luftschleieranlage über der Eingangstür, die perfekte Klimatisierung in der Decke sorgt für optimale Atmosphäre trotz der gegensätzlichen Ansprüche, die der Ladenbackofen und der Imbiss einerseits und die Kühlung der Wurstwaren andererseits mit sich bringen.

 

Der Hintergrund wird von einer getönten Glasfasertapete und Wandverkleidungen im Holz- und Silberdekor geprägt. Ins Auge fällt jedoch in erster Linie das Sortiment an Backwaren auf der rechten Seite und die Fleischwarentheke im Zentrum des Kombiladens. Insgesamt 140 m² Fläche standen für die Gestaltung zur Verfügung. Platz genug, um neben den frischen Waren auch eine großzügige Nische für Tische mit 10 Sitzplätzen zum Sofortverzehr unterzubringen.


Lüftungs- und Lichttechnik sind wichtige Faktoren


Ladenbau für die Fleischerei Stehr - Großes Imbiss Segment
Großes Imbiss Segment

In die schwungvoll gerundete Deckenkonstruktion galt es, viel Technik unterzubringen. Neben der Korte-Lichttechnik, die die Sortimente zu jeder Tageszeit attraktiv ausleuchtet, wurden die Kanäle für die Zu- und Abluft integriert. Über dem Imbiss-Segment, das entsprechend dem Umsatzanteil von 50% einen erheblichen Anteil an der Raumaufteilung beansprucht, wurde – ebenso wie über dem Ladenbackofen – eine leistungsstarke Entlüftung angebracht. Außer dem Appetit anregenden Duft nach frisch gebackenen Brötchen gibt es keine störenden Gerüche.

 

Die Bereiche für warme Speisen von der Bratplatte im Fenster über die Doppelfriteuse im Hintergrund bis zu den Gastronorm-Behältern in der Imbisstheke lösen sich ab mit Kühlbereichen für belegte Brötchen und Präsentationsflächen für Braten, Haxen, Gemüse und Beilagen. Bewusst werden die meisten Komponenten der Mittagsmenüs gekühlt präsentiert und jeweils auf Kundenwunsch per Mikrowelle regeneriert. Zwei Geräte im Hintergrund wurden für diese Aufgabe installiert. „Viele Kunden nehmen die Menüs gern kalt mit, um sie als Abendessen zuhause selbst zu erwärmen“, erläutert Hans Joachim Stehr das Konzept. „Das Warmhalten über Stunden würde unserem Frische-Anspruch entgegenstehen.“ Zusätzlich zum klassischen Angebot des Fleischer-Imbiss werden jeden Tag ein anderes Mittagsmenü und ein Eintopf (aus dem großen Kessel) angeboten.

 


Eine gute Warenpräsentation ist eine wichtige Voraussetzung für den Kaufanreiz


Ladenbau für die Fleischerei Stehr - Ein guter Kaufanreiz ist die ansprechende Präsentation der Waren
Ein guter Kaufanreiz ist die ansprechende Präsentation der Waren

Den Abschluss der gerundeten Warmtheke bildet ein Dispenser für Getränke gleich neben der Kasse. Direkt dahinter weist eine professionelle Kaffeemaschine auf die frisch gebrühten Heißgetränke hin. Die Bandbreite erstreckt sich vom einfachen Kaffee über Milchkaffee und Cappuccino bis zum klassischen Espresso. Nicht nur der frische Kaffee kann auf Wunsch mitgenommen werden, auch die Kaltgetränke im gläsernen Kühlschrank bewirken fast bei jedem Kunden Kaufimpulse.

 

Auch wenn die vor dem Umbau vorhandene Thekenlänge reduziert wurde, verzeichnet das Geschäft durch die neue Präsentation ein deutliches Umsatzplus. Durchschnittlich 700 Kunden am Tag zählt das Kassen-/Waagensystem in dieser Stehr-Filiale. „Der Durchschnittsbon ist zwar relativ klein, aber die Zahl der Stammkunden ist stark gestiegen“, berichtet der Chef, dessen Tochter Janina den Laden leitet. Der Grund hierfür liegt in der großen Zahl von Schülern, die täglich ihre Pausenverpflegung bei Stehr einkaufen.

 

Die greifen morgens zumeist beim auf vier Meter Regallänge präsentierten Backwarenangebot zu, mittags und nachmittags haben die acht Meter Warmtheken für Imbiss und Menüs Konjunktur. Schinken, Wurst und Braten finden ihre Präsentation direkt gegenüber dem Eingang in einer fünf Meter langen Kühltheke. Als Kühlsystem wurde eine Kühlaufschichtung und damit eine sehr sanfte Kühlung gewählt. Eine leichte Beschickung ist ebenso gewährleistet wie eine optimale Frische. Durch eine offene Gestaltung des Thekenhintergrundes sind die Mitarbeiterinnen jederzeit in der Lage, dort zu bedienen, wo gerade Bedarf besteht. Das Kassensystem erlaubt einen ununterbrochenen Durchgang des Kunden vom Brotregal bis zur Imbisstheke.


Frische und Freundlichkeit – auch beim Ladenbau


Ladenbau für die Fleischerei Stehr - Auf Frische wird viel Wert gelegt
Auf Frische wird viel Wert gelegt

Auf Rückwandfliesen wurde beim Umbau des Ladens verzichtet, ebenso gibt es keine üppigen Wurstgehänge. „Das Ambiente wirkt auf diese Weise freundlich und frisch“, so der Chef. Und weil in dieser Filiale erfahrungsgemäß wenige Dauerwurstwaren verlangt werden, wird auf die hängende Präsentation dieses Warensegmentes verzichtet.

 

Nach den ersten Monaten ist Hans Joachim Stehr von der Umsetzung des neuen Konzeptes voll und ganz überzeugt. Das Angebot von SB-Backwaren vom einfachen Brötchen bis zur „Ein-Euro-Minipizza“ brachte in der Kombination von frischen Wurstwaren und Snacks zahlreiche neue und vorwiegend junge Stammkunden in die Filiale.