Ein Café mit Auslauf, das ist das Café Luise der Otto Thürmann GmbH in Berlin – Stehcafé, Snacktempel und Coffeebar in einem. Realisiert hat das Berliner Ladenbau Großprojekt Korte Einrichtungen aus Kürten.


Ladenbau für Thürmann
Mitten in Berlin das Café Luise

In Berlin Mitte, nahe des Bahnhofs Friedrichstraße und direkt vis-a-vis der Charité - der berühmten Berliner Uni-Klinik - haben die Anwohner, Beschäftigten und zahlreichen Bauarbeiter auf der Luisenstraße eine neue Anlaufstelle - das Café Luise.


In einem grundsanierten Rohbau, der vorher längere Zeit leer stand, direkt an einer Straßenecke gelegen, kann man wieder bei einem großen Snack-, Backwaren- und Kaffeeangebot nach Herzenslust in diesem großzügigen und modernen Café pausieren, auftanken und ausspannen. Von den insgesamt 212 Thürmann-Filialen in Berlin werden zehn als Café betrieben. Das Café Luise ist mit 304 m2 Gesamt- und 208 m2 Verkaufsfläche das größte. Insgesamt 95 Plätze stehen in dem Café zur Verfügung, das neben einem breiten Snack- und Backwarenangebot auch über eine Kaffeebar verfügt. Neben dem klassischen Filterkaffee werden hier auch Kaffeespezialitäten ausgeschenkt.

Dass man sich im Café Luise ganz auf den Standort und die Klientel aus Ärzten, Studenten oder Regierungsangestellten und Geschäftsleuten eingestellt hat, erkennt man nicht nur am stark snackorientierten Sortiment, sondern auch an der räumlichen Gestaltung. Sind andere Cafés von Thürmann eher traditionell eingerichtet, hatte man für dieses große Ladenbau Objekt von Anfang an andere Pläne.

 

In Zusammenarbeit mit Korte Einrichtungen aus Kürten, die in der Regel alle größeren Objekte mit Thürmann realisieren, kam dabei ein klassisch-modernes Café heraus, in dem sich jede Kundengruppe wohl fühlt. Die Farbgebung ist schlicht, es herrschen warme Cremetöne vor, die mit wenigen Farbtupfern aufgepeppt werden. Schöne Details wie Bilder von Kaffeespezialitäten, unterschiedliche Bestuhlung der einzelnen Sitzbereiche und individuelle Beleuchtung schaffen eine angenehm lockere Atmosphäre.


Raffinierte Beleuchtung


Ladenbau für Thürmann - indirekte Beleuchtung
Die indirekte Beleuchtung fällt kaum auf, wenn Sonnlicht durch die Fenster hereinfällt

So wurden z.B. die vier Meter hohen Decken genutzt, um eine raffinierte indirekte Beleuchtung anzubringen, die sowohl den Sitz- als auch den Thekenbereich erhellt. Zusätzliche Akzente setzen einzelne Leuchten über der Theke und der Kaffeebar oder an den Wänden zwischen den großen Fensterflächen. Ein Lichthof über dem erhöhten Sitzbereich für die Nichtraucher spendet ebenfalls natürliches Licht.


Die fast 100 Plätze des Cafés sind in verschiedene Bereiche unterteilt: So findet man im vorderen Bereich nahe der beiden Eingänge die Zone für die eilige Kundschaft mit Stehtischen, Hockern und Window-Boards. Im hinteren Teil schließt sich der Bereich mit den Sitzplätzen an, der durch unterschiedliche Bestuhlung und ein Podest in Raucher- und Nichtraucherzone unterteilt ist.

 

Um die halbrunde Kaffeebar, die den Abschluss der Theke bildet und den Übergang zum Sitzcafé markiert, gruppieren sich passende Barhocker. Korrespondierend zur Beleuchtung über der Bar schafft von innen beleuchtetes gelbes Milchglas einen optischen Blickfang an der Kaffeebartheke.


Hoher Snack-Anteil


Ladenbau für Thürmann
Mittags herrscht Hochbetrieb im Cafè Luise

Im Gegensatz zu den meisten anderen Thürmann-Filialen liegt der Snack-Anteil im Café Luise überdurchschnittlich hoch - belegte Baguettes, Ciabatta und Brötchen sind mit ca. 60 Prozent vom Umsatz die absoluten Renner.

 

Das klassische Backwarengeschäft ist demzufolge geringer, hier liegt der Brotanteil unter 10 Prozent. Ganz klar lässt sich diese Umsatzverteilung auf den besonderen Standort und die Kunden-Klientel - hungrige Bauarbeiter, Studenten und Ärzte in der Mittagspause oder Angestellte aus der Umgebung - zurückführen. Allerdings dürfte auch die großzügige und appetitliche Präsentation des Snack-Angebotes nicht unwesentlich am Verkaufserfolg beteiligt sein.

 

Die klassischen Backwaren - Brot, Brötchen, Feingebäck - werden im Eingangsbereich in einer klassischen Backwarentheke mit schrägen Glasscheiben präsentiert. Für die sich im 90 ° Winkel anschließende Snacktheke wurden gerade Glasaufsätze ausgewählt. Die drei Thekenelemente haben jeweils einzeln regelbare Kühlungen, so dass jede Art von Snack mit der richtigen Temperatur optimal frisch präsentiert werden kann. 12 Bleche finden in der Snacktheke Platz - für eine reichliche Auswahl an belegten Leckereien. Doch nicht nur belegte Brötchen, auch warme Kleinigkeiten wie Rührei, Kotelett oder Bratkartoffeln hat das Café Luise im Angebot. 18 Angestellte kümmern sich wechselweise um das Wohl der Kunden.


Kaffee für Feinschmecker


Ladenbau ür Thürmann
Stilechte Zubereitung der Keffee Spezialitäten an einer italienischen Espressomaschine

An der Rückwand hinter der Thekenfront macht unübersehbar der Kaffee auf sich aufmerksam. Ein WMF-Automat liefert den Filterkaffee, für die Spezialitäten wie Latte Macchiato o. ä. steht an der Kaffeebar eine zweigruppige halbautomatische Espressomaschine bereit. So wie Thürmann in Berlin ein Begriff für Backwaren ist, verbinden die meisten Berliner "Einstein" mit Kaffeekompetenz. Da lag es nahe, dass diese beiden bekannten Berliner Größen miteinander kooperieren. So bezieht Thürmann für seine Cafés mit Kaffeebar den Kaffee aus der Kaffeerösterei von Einstein und lässt auch seine Mitarbeiterinnen durch Kaffeeprofis von Einstein schulen.

 

Das Engagement bei der Gestaltung des Cafés und der Schulung der Mitarbeiterinnen hat sich für die Thürmann GmbH schon ausgezahlt. „Unser Café ist bereits zum beliebten Treffpunkt auf der Luisenstraße geworden, das Konzept wird von den Kunden sehr gut angenommen. Die Kombination der bekannten Thürmann-Qualitätsbackwaren mit einem modernen Café passt einfach zusammen", freut sich Bezirksleiterin Sabine Köbsel. Der weiteren Multiplikation des neuen Cafékonzeptes steht nichts im Wege - es fehlen nur noch die passenden Standorte.