Bei der Bäckerei Betz setzt man auf Ausgewogenheit. Das zeigt sich auch in der Filiale in der Schlösslesgasse in Ulm-Söflingen. Korte Einrichtungen hat der Bäckerei dort ein harmonisches Ladenbau Konzept verpasst, so dass sie sich wunderbar als Treffpunkt des Stadtteils einfügt.
Bereits von Weitem fällt die Filiale der Bäckerei Betz in der Schlösslesgasse in Ulm-Söflingen ins Auge: Das Ladenlokal in dem hellen Eckhaus wirkt durch seine großen Fenster und die warme Beleuchtung besonders einladend. „Die Filiale ist hier in Söflingen die Anlaufstelle schlechthin. Hier trifft man sich, geht stetig ein und aus“, sagt Michael Seiffert, Assistent der Geschäftsleitung bei der Bäckerei Betz.
Tatsächlich fällt sofort auf, dass zwischen Verkäuferinnen und Kunden ein sehr herzliches Verhältnis besteht. Man wechselt nicht nur Güter, sondern auch das eine oder andere persönliche Wort. „Bei uns nimmt man gegenseitig Anteil am Leben der anderen. Die Verkäuferinnen ebenso wie die Kunden“, so Seiffert. Fehlt eine Verkäuferin beispielsweise für ein paar Tage, erkundigen die Kunden sich sofort nach ihr. „Unsere Kunden sind wirklich sehr treu. Das liegt nicht nur an unserer guten Qualität, sondern natürlich auch an der persönlichen Atmosphäre”, so Seiffert. Anonymität ist für die Bäckerei Betz ein Fremdwort. Hier soll der Kunde sich sprichwörtlich „wie zuhause” fühlen. Dieses Gefühl der familiären Vertrautheit wurde auch bei der Planung und Gestaltung der Söflinger Filiale umgesetzt - die Bäckerei vermittelt ihr Wohlfühlambiente sofort beim Betreten.
Planungen begannen bereits im Rohbau
Als die Bäckereibetriebe Betz von der anderen Straßenseite in dieses größere Ladenlokal umzogen, war sofort klar, dass ein völlig eigenes Konzept hermüsste. Es ist eine Maxime des Unternehmens, dass bei jeder neuen Filiale das jeweilige Konzept individuell und standortbezogen entworfen wird. So erstrahlen vor allem die neueren der insgesamt 37 Verkaufsstellen der Bäckerei Betz in unterschiedlichen Looks. In einer Filiale an der Frauenstraße beispielsweise blühen riesige Mohnblumen und Ähren direkt auf den Wänden. In der nächsten ist es wieder weniger ländlich.
Für die Umsetzung ihrer unterschiedlichen Konzepte hat die Bäckerei einen kompetenten Partner. Seit Jahren pflegt das Betz-Team ein gutes Verhältnis zu Günther Meissl, von Korte Einrichtungen. Auch bei dem Laden in der Schlösslesgasse arbeitete man wieder einmal zusammen. Weil es sich bei dem Haus um einen Neubau handelte, wandte man sich bereits in der Rohbauphase an Korte Einrichtungen. Auf diese Weise konnten notwendige Änderungen, wie zum Beispiel die Anliefertüren, die Leitungen für die Kühlung oder die großen Schaufenster frühzeitig eingeplant werden. „Das ist natürlich weitaus einfacher, als wenn alles nachträglich eingebaut werden muss“, so Seiffert.
Außerdem spart es nicht nur Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Gerade bei Spezialanfertigungen sind nachträgliche Änderungen meist recht kostspielig.
Klare Formen für besseren Überblick
Bei der Ausstattung des Ladenlokals entschieden die Bäckerei Betz und Korte Einrichtungen sich für klare Formen und kräftige Farben. Beim Betreten des Geschäfts durch die Haupt-Eingangstür hat der Kunde den direkten Zugang zu der geraden, rund vier Meter langen Theke. Durch die geordnete Aufteilung kann er sich sofort einen Überblick verschaffen ohne lange suchen zu müssen. Im Kühlbereich ist die Theke einlagig, so dass die Snacks ansprechend präsentiert werden können. Der Rest der Theke wurde zweilagig gestaltet. In einem kleinen Glastürmchen, das auf einem Sockel auf der rechten Seite der Theke steht, werden Backwaren auf vier Etagen besonders edel zur Geltung gebracht.
Es eignet sich gut zur Präsentation von Angeboten und Highlights, vor allem im Bereich der Kleingebäcke. Direkt dahinter befindet sich der Ladenbackofen. Die Kunden können zuschauen, wie dort laufend gebacken wird. Ein appetitlicher Backduft liegt in der Luft. „Frische ist unsere Philosophie und daher ist uns diese Transparenz sehr wichtig. Schließlich sind wir ein Handwerksbetrieb und das soll man auch sehen“, sagt Michael Seiffert stolz.
Kaffeeangebot inklusive
Komplettiert wird die großzügige Theke auf der linken Seite durch einen Bereich mit Kaffeeautomat und Veredelungsfläche für Snacks. Dadurch, dass auch die bereits fertigen Snacks in diesem Bereich liegen, soll der Impulskauf verstärkt werden. An dieser Stelle macht die sonst völlig gerade Theke einen Knick und verläuft schließlich nahezu im rechten Winkel zur Haupttheke parallel zur Fensterfront des Ladens. Dieser Teil der Theke ist ebenfalls ca. vier Meter lang, wirkt durch den Knick aber etwas kürzer. Eine pfiffige Idee sind die vier Behälter, die neben der Kaffeetheke in die Arbeitsfläche eingelassen wurden. Darin wird das Besteck für die Kunden zum Herausnehmen bereit gestellt. Für ein edles Aussehen sorgen die aluminiumfarbenen Ringe, die um die Vertiefungen gelegt wurden.
Fröhliche Farben zum Wohlfühlen
Die Kaffeetheke markiert auch sogleich den Übergang von der Bäckerei in den Cafébereich: Insgesamt fünf Stehtische aus Holz, zum Teil mit Hockern und Anlehnbänken, bieten eine gemütliche Atmosphäre. Die Bäckerei hat außerdem nicht gespart und verfügt über großzügige Toilettenräume, obwohl das bei ihrer Gestaltung des Cafébereichs gesetzlich nicht vorgeschrieben gewesen wäre. Blickfang im Cafébereich ist die knallgrüne Wand in Wischtechnik, die durch thematisch passende Bilder geschmückt wird. Der Grafiker Dominik von Loesch entwirft für Korte-Kunden auf Wunsch Wandschmuck, der perfekt ins Gesamtkonzept passt. Im Fall der Söflinger Filiale waren dies stimmungsvolle Bilder mit Cafémotiven in warmen, harmonischen Farben.
Die untere Hälfte der Wand im Cafébereich wurde mit edlen Kirschbaum-Lamellen verkleidet. Ausgangspunkt für die fröhlichen Farben und das Wohlfühl-Flair im Laden sind die Mosaikplatten, die überall in der Bäckerei wiederkehrend auftauchen: Sie sind in den Farben grün, rosa, orange, gelb und grau gehalten und schmücken unter anderem Theken- und Regalecken. Zusammen mit den Holzverkleidungen in Landhausoptik entsteht so ein sehr mediterranes Aussehen. „Es gab einige wenige Skeptiker, die von dem Farbkonzept nicht überzeugt waren. Doch als sie es dann in natura sahen, waren wirklich alle begeistert - gerade von den Farben”, sagt Seiffert mit einem Lächeln.
Transparenz durch viel Glas
Für ein besonders transparentes und helles Aussehen sorgen die großen Fensterfronten auf der gesamten Länge des Ladenlokals. Sie verstärken das südeuropäische Ambiente noch einmal. Zusätzlich zum großen Haupteingang vorne befindet sich auch im hinteren Teil der Bäckerei noch eine Tür. Diese führt praktisch direkt in den Cafébereich. Beide Türen sind aus Glas und fügen sich daher wunderbar in die Fensterfronten ein. Während die hintere eine handelsübliche schmale Glastür ist, wurde für den Haupteingang eine breite, komfortable Automatiktür gewählt. Sie lässt den Laden noch größer wirken und macht das Betreten und Verlassen der Bäckerei für die Kunden bequemer - vor allem auch dann, wenn sie mit ihren Einkaufstaschen bepackt sind.
Viel Licht
Die Helligkeit des Ladens wird aber nicht nur durch die großen Fenster erreicht. Die Bäckerei ist auch gut ausgeleuchtet. Auf der gesamten Länger der Theke beleuchten schlichte Hängelampen das Angebot von oben. Die Leuchten sind aus Milchglas und Aluminium gefertigt und verströmen ein warmes, weiches Licht. Auch im Cafébereich finden sich Hängeleuchten. Jeweils zwei von ihnen hängen über einem Tisch und leuchten ihn so wunderbar aus. Zwar sind diese Lampen ebenfalls aus Milchglas und Aluminium gefertigt, unterscheiden sich aber in Details von den Leuchten im Verkaufsbereich. Auf diese Weise führt Korte Einrichtungen konsequent die Zweiteilung des Ladens fort. Durch ihre Ähnlichkeit bleibt das Gesamtkonzept aber weiter stimmig und wirkt nicht unruhig. Zusätzlich zu diesen Hängelampen, wurden im gesamten Laden Strahler direkt in die Decke eingelassen. Unauffällig und gezielt erhellen sie die Filiale noch zusätzlich.
Im Sommer auch mit Außenbereich
Durch den Umzug von der anderen Straßenseite in diese Filiale ist die Bäckerei auch näher an den Gemeindeplatz von Söflingen gerutscht. Dieser liegt nun direkt vor der Tür. Das mediterrane Ambiente, das in der Bäckerei herrscht, wird daher im Sommer noch ein bisschen greifbarer. Bei schönem Wetter stellt die Bäckerei nämlich acht Tische und zwei große Sonnenschirme auf den Platz - der Treffpunkt schlechthin für die Söflinger.
Ausgewogenheit in allen Bereichen
Neben dem stimmigen Konzept für ihren Laden versucht die Bäckerei Betz auch in allen anderen Bereichen die richtige Balance zu finden. Das zeigt sich beispielsweise im Sortiment: Zwar setzt der Betrieb viel auf traditionelle Selbstläufer, probiert aber dennoch dauernd Neues aus. „Schließlich muss man sich immer weiterentwickeln“, weiß Michael Seiffert. Ausgewogenheit herrscht auch in Personalfragen. Junge und erfahrene Mitarbeiter halten sich die Waage. Produktionsleiter Stanislaus
Bratschko beispielsweise ist dem Betrieb bereits seit 43 Jahren treu. So lange ist Anja Körtge noch nicht mit dabei, aber sie ist auf dem besten Weg. Die 20-Jährige hat im vergangenen Jahr ihre Lehre bei der Bäckerei Betz abgeschlossen und macht nun neben ihrer Arbeit in der Filiale in der Schlösslesgasse abends ihren kaufmännischen Fachwirt.
Gesundheitsboden fürs Personal
Bei Betz ist man froh, solch engagierte und treue Mitarbeiter zu haben. „Ohne unser hervorragendes Personal wären wir gar nicht so weit gekommen. Die Verkäuferinnen beispielsweise machen 50% des Verkaufs aus“, weiß Michael Seiffert. Aus diesem Grund werden auch sie bei der Neuplanung eines Ladenkonzeptes nicht vergessen. „In erster Linie macht man die Läden für die Kunden, doch auch das Personal verkauft natürlich in einem schönen Laden lieber“, so Seiffert. So wurde hinter der Theke ein etwas weicherer Gesundheitsboden verlegt, der das lange Stehen angenehmer macht, damit die Verkäuferinnen sich möglichst wohl fühlen.







