Seit zehn Jahren ist der Familienbetrieb Rollbühler auf Expansionskurs, fast jedes Jahr kommt eine neue Verkaufsstelle hinzu. Den Ladenbau der Verkaufsstelle in Schopfloch realisierte das Unternehmen mit Korte Einrichtungen.


Ladenbau für Rollbühler in Schopfloch
In Nachbarschaft zur Theke befindet sich der Sitzbereich

Schopfloch ist ein Marktflecken mit gerade mal 3.500 Einwohnern und liegt zwischen Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Seit zehn Jahren ist der Familienbetrieb Rollbühler - der Sohn die beiden Töchter, aber auch die Eltern sind noch im Unternehmen tätig - hier vertreten. Die alte Filiale lag in unmittelbarer Nähe zum neuen Standort. Nachdem man gekündigt hatte, behalf man sich zunächst mit einem Verkaufswagen, bis man den Mietvertrag für das neue Objekt in der Bahnhofstraße unterzeichnet hatte. Da man unzufrieden mit dem bisherigen Ladenbauunternehmen war, sah man sich für diesen Standort nach einem neuen Partner um. Backstubenleiter Norbert Rollbühler erklärt den Grund für den Wechsel:

"Beim alten Ladenbauer, mit dem wir einige Neu- und Umbauten realisiert hatten, fühlten wir uns nicht mehr gut aufgehoben. Er war nicht flexibel genug, um auf die Wünsche eines Betriebs unserer Größenordnung einzugehen." Derartige Klagen gehören der Vergangenheit an, denn mit dem neuen Partner ist er mehr als zufrieden, wurde der komplette Auftrag doch in gerade mal sechs Wochen abgewickelt. Angefangen von der Decke bis hin zum Fußboden musste alles erneuert, die Türen und Fenster aufgearbeitet werden. Das Design wurde den anderen Standorten angepasst. So ist das Erscheinungsbild in allen Läden geprägt durch Wischtechnik an den Wänden. Im Vordergrund aber stand zunächst die Frage nach der Gestaltung der Theke, ob mit geradem oder eckigem Verlauf, ebenso wie die Frage nach der optimalen Positionierung der Handelswaren, die nämlich seien unverzichtbarer Bestandteil des Sortiments. "In einem so kleinen Ort hat der Bäcker immer auch eine gewisse Nahversorgerfunktion, die er erfüllen muss", erklärt Rollbühler.


Frische gehört zur Firmenphilosophie


Ladenbau für Rollbühler in Schopfloch
Ein stimmiges Ladenbaukonzept wurde von Korte Einrichtungen geschaffen: Der Thekenbereich ist

Obschon der Ort gerade mal 3.500 Einwohner zählt, gibt es allein vier Verkaufsstellen für Backwaren im Dorf. Auch in der ehemaligen Filiale betreibt wieder eine Bäckerei ihr Geschäft. Seit dem Umzug der Bäckerei versucht übrigens bereits der dritte Bäcker am alten Standort sein Glück. Bei der Rollbühler Verkaufsstelle - nur wenige Meter entfernt – fällt jedoch die Bilanz ganz anders aus, Umzug und neues Ladenkonzept brachten ein Umsatzplus von 30 Prozent mit sich. Rund 800 Kunden frequentieren die Verkaufsstelle, die täglich von halb sechs Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet ist. Dabei sind die Morgenstunden die stärkste Zeit, so generiert das Unternehmen 70 Prozent des Umsatzes am Vormittag. Das Angebot ist breit gestreut, neu ins Sortiment aufgenommen wurde das Kaffeeangebot, verbunden mit einem kleinen Steh- bzw. Sitzcafé. Das traditionelle Bäckereisortiment wurde aber nicht nur um Kaffeespezialitäten erweitert, sondern ebenso ergänzt um Snacks und Eis. Speziell das Cornetto Soft System, optisch in den hinteren Thekenbereich integriert, wird von den jüngeren Kunden sehr gut angenommen.

Um zusätzlich Frische bei den Backwaren zu demonstrieren und den Faktor Duftmarketing zu nutzen, wurde in die Planung ein Ladenbackofen miteinbezogen. Doch in der Praxis stellte sich dies als Fehlinvestition dar. "Anfangs wollten wir einen Ladenbackofen integrieren, allerdings wurde dies nicht im gewünschten Maße angenommen, was sich auch aus der Umsatzverteilung und der Kundenfrequenz entnehmen ließ", so Rollbühler. Lediglich eine Filiale der insgesamt sieben Verkaufsstellen (zwei davon sind Sitz- die übrigen fünf mit Stehcafés) ist daher mit einem Ladenbackofen ausgestattet. Stattdessen wird im Familienbetrieb die Frische durch regelmäßi- ge Lieferungen aus der Backstube sichergestellt. Im Regelfall werden alle Verkaufsstellen vier- bis fünfmal täglich von der Produktion in Dinkelsbühl aus angesteuert. Dass die neue Ware immer durch den Haupteingang geliefert wird, gehört im Übrigen zur Firmenphilosophie. "Dadurch wird unsere Bäckerkompetenz demonstriert."


In Szene gesetzt


Ladenbau für Rollbühler in Schopfloch
Ein familiengeführter Handwerksbetrieb

Um die Waren so optimal wie möglich darzustellen, entschied man sich in Abstimmung mit dem Ladenbauer für eine knapp drei Meter lange Gebäcktheke mit zwei Etagen und geraden Scheiben. Die gesamte Theke erstreckt sich insgesamt über rund fünf Meter. Zum Angebot gehören selbstverständlich auch Torten und Snacks. Zwei Bereiche, die allerdings dank einer Kühlung gesteuert werden. Bei den Brotrosten wählte man Holz Multiplex, um einen möglichst natürlichen Eindruck zu erwecken. Der Eindruck von "natürlichen" hellen Materialien passt zum ländlichen Ambiente des Standorts. Der Sitzbereich ist in Rot gehalten und auch an den Wänden findet sich diese Farbe in Wischoptik wieder. Bei der Bestuhlung wählte man zwei Varianten: zum einen an der Wand installierte Hockbänke, zum anderen Stehtische mit Barhockern. Bei der Bestuhlung wurde Wert auf Sitzkomfort und leichte Reinigung der Sitzflächen durch einen abwaschbaren Bezug gelegt. Die Handelswaren sind in offenen Regalen – zum ersten mal allerdings mit einer Rückwand – untergebracht. Bewusst wurde auf Schränke verzichtet, um so mehr Transparenz zu erreichen. Transparenz ist auch bei der Beleuchtung ein entscheidendes Stichwort. Hier griff Rollbühler auf den Lichttechnikspezialisten Bäro zurück, mit dem er bereits bei anderen Objekten gute Erfahrungen gemacht hatte.

Schon beim Eintritt ins Geschäft wird deutlich, dass der Betriebsinhaber beim Ladenbau nicht gespart hat. "Wir wollten ein Konzept, dass überzeugt – auch wenn es unter Umständen die teurere Lösung ist und 10.000 Euro mehr kostet." Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren stetig, aber auch gezielt expandiert. Peu á peu, Jahr für Jahr kam Filiale für Filiale hinzu. "Wir haben in der Vergangenheit  auf langsame Expansion gesetzt”, so Rollbühler. Mittlerweile aber stößt die Produktion – schon jetzt arbeiten die 22 Mitarbeiter in der Backstube in drei Schichten – an ihre Grenzen. Außerdem sollte jede neue Verkaufsstelle das Selbstverständnis unseres Familienbetriebs als Handwerksbetrieb repräsentieren. Daher wurde gezielt und sorgfältig in die Einrichtungen, wie das Beispiel Schopfloch zeigt, investiert. "Wir backen mit Natursauer und Vorteigen – und verstehen uns als familiengeführter Handwerksbetrieb, als "Handwerksbackstube Rollbühler” – und das leben wir auch."