Die Bäckerei Lenartz aus Ettringen kann mit ihrer von Korte Einrichtungen aktuell umgebauten Filiale im Kaufland in Mayen stolze Umsatzzuwächse erzielen.
Als Elke Lenartz im letzten Jahr das Gespräch mit der Leitung des Kaufland Supermarktes in Mayen suchte, hatte sie eigentlich vor, für die verbleibenden vier Jahre der Vertragsdauer eine Reduzierung der Miete zu erwirken, hatte sich doch der Umsatz der Filiale in der Vorkassenzone in den letzten Jahren durch neue starke Wettbewerber und vor allem auch durch die Abbackstation innerhalb des Supermarkts trotz aller Bemühungen nach unten entwickelt.
Doch es kam anders
Aus den vier Jahren Restlaufzeit wurde ein neuer Vertrag für wiederum zehn Jahre, zudem konnte die Fläche um 50 m2 vergrößert und der Verkaufsstelle ein großzügiger Sitzbereich angegliedert werden. Und damit war auch klar: Komplettumbau bzw. -neubau.
Das neue Konzept mit Kaffee-, Snack- und Frischekompetenz überzeugte auch die Bank. Blieb die Planung und die Wahl des Ladenbaupartners. Den letzten Laden hatten Lenartz sechs Jahre zuvor gebaut, „mit nicht nur positiven Erfahrungen“, wie es Elke Lenartz heute beschreibt. Zeit also für einen Neuanfang. Die Wahl fiel auf Korte Einrichtungen und das Planungsbüro von Harald Krebs. Wer Inhaber und Planer heute erlebt, weiß, dass die Zusammenarbeit positiv verlaufen ist, nicht zuletzt auch weil die gute Planung auch durch weitere Betreuung etwa durch Schulungen des Verkaufspersonals ergänzt wurde.
„Wir wollten ein Rundum-Sorglos-Paket, nicht allein gute Möbel, sondern auch Kompetenz.“ Zehn Tage dauerte der komplette Umbau. Zur Wiedereröffnung wurden im örtlichen Anzeigenblatt über 16.000 Tüten mit einem Angebot beigelegt - „mit sehr guter Resonanz“.
Theke mit Schwung
Betritt man das Kaufland, erstreckt sich der Laden links vom Eingang. Der Kunde nimmt direkt die jetzt leicht geschwungene Theke wahr. Ein dunkler Amtico Kunststoffhartboden im Schiffsbodenmuster ist vor der Theke wie im Café zu finden. Dieser Boden ist bei einem Preis von ca. 60 Euro/m2 nicht nur robust und langlebig (schließlich muss die Filiale mindestens zehn Jahre überstehen), er sieht echt und einladend gebraucht aus. Die Montage erfolgte auf einer so genannten Entkopplungsmatte, was einen leichteren und kostengünstigen späteren Ausbau ermöglicht. Auch wenn Laminat deutlich günstiger gewesen wäre, die Vorteile sprachen für den Kunststoffbelag.
Die Theke in dunklem Holz mit Edelstahl kombiniert, vermittelt einen sehr soliden Eindruck und bietet reichlich Platz für die täglichen Backwaren. Das Brotregal dahinter wurde mit Echtholz verkleidet. Es ist mit 2,50 m zwar nicht mehr so groß wie vorher, aber, so Elke Lenartz „wir räumen öfter nach. Wir haben schließlich Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr und die Marktleitung erwartet auch in den letzten Stunden noch gut gefüllte Regale.“
Frische, Kaffee und Snacks
Selbstverständlich gibt es eine Tortenkühlung sowie einen Snack-Bereich. Die Snack-Theke war bereits vorhanden und wurde umgebaut und eingepasst. Ein Kunststoffbrett mit Umrandung bietet Platz um direkt vor den Augen der Kunden frische Brötchen zu belegen. Überhaupt wird mit Snacks und Kaffee mittlerweile ein guter Teil des Umsatzes erzielt.
Die ca. 40 Sitzplätze im Cafébereich sorgen für stetigen Absatz. „Unser neues Konzept bietet den Kunden mehr Frische, mehr Kaffee- und mehr Snackkompetenz“, weiß Elke Lenartz. Erst um 3:00 Uhr beginnt die Produktion, so kann nicht alles mit der ersten Tour geliefert werden. Ab 6:30 Uhr werden die ersten Brötchen gebacken, der Markt öffnet um 7 Uhr. Man arbeitet mit gekühlten Teiglingen, die bis Ladenschluss um 22 Uhr frische Backwaren wie Brötchen, Laugengebäck, Croissants, Baguettes und verschiedene Snacks ermöglichen. Halbgebackenes Brot bringt - nach Bedarf frisch abgebacken - nachmittags noch einmal Bewegung in das Brotregal. Der Heuft Etagenofen wurde in den hinteren Arbeits- und Lagerbereich gebaut, ist aber für den Kunden direkt einsehbar. Die Anlieferung aller Waren erfolgt drei- bis viermal täglich durch den Laden. Die Bäckerei Lenartz hat ihre Produktion im nahen Ettringen und feierte 2006 ihr 75-jähriges Jubiläum.
Ein neuer Ofen ist der kompakte Merrychef, eine Kombination aus Mikrowelle und Heißluftofen, mit dem vor den Augen der Kunden speziell Croissants oder Brötchen, die mit Käse überbacken werden, hervorragend erwärmt werden können. Das Produkt ist nicht zäh, wie sonst bei Microwelleneinsatz, es ist knusprig und der Käse ist geschmolzen. Erst mit diesem Ofen wurde der neue Spargelstecher - ein Brötchen gefüllt mit Schinken, Spargel und Sauce Hollandaise, das warm serviert wird - möglich. Vier Produkte sind derzeit im Sortiment, die über den Merrychef hergestellt werden, das Ziel liegt bei zehn. „Die Rechnung ist einfach.
„Unser Image ist durch den Umbau besser geworden und die Kunden fühlen sich bei uns wohler. Wir sind sehr zufrieden. Für uns war erstaunlich, wie sich der Umsatz in der Zeit nach der Eröffnung entwickelt hat. Wir sprechen mittlerweile von einem deutlichen Umsatzzuwachs im Rahmen von 30 %. Es geht also deutlich bergauf, nachdem wir durch die Aufbackstation im Markt in den letzten Jahren Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten. Heute zählt beim Ladenbau für mich mehr das Konzept und die Idee, bestes Material und eine hervorragende Ausführung setze ich voraus. Und in diesen Punkten wurden wir wirklich nicht enttäuscht. Insgesamt wurde auf Abwechslung für das Auge Wert gelegt und natürlich auf Langlebigkeit. Wir haben die Möglichkeit für einen komplett neuen Auftritt mit neuen Farben genutzt. Die Damen treten jetzt mit entsprechenden Schürzen und Halstüchern auf.“ Wenn ich am Tag 60 Produkte zu mehr als 3 E verkaufe, rentiert sich der Kauf in jedem Fall.“
Neu ist auch die deutlich verbesserte Kaffeekompetenz, demonstriert durch eine Siebträgermaschine. „Einen Vollautomaten haben alle, ich wollte aber die Show.“ Und die zieht vor allem für die Besucher des neuen Cafés.
Reichlich Abwechslung
Nachdem es vorher nur zwei Stehtische gab, waren die 50 m2 eine große Herausforderung. Zum Sitzen hat der Kunde die Qual der Wahl, denn aus Tischen, Stühlen, Hockern und Bänken, die dazu auch noch unterschiedliche Materialien und Farben aufweisen, entstanden höchst unterschiedliche Sitzsituationen. Mal hoch auf dem Hocker, mal auf dem Holzstuhl, mal im Lederstuhl oder auf der Bank, mal auf gelbem, mal auf braunem Leder oder dunklem Holz - gemütlich ist es immer.
Der Kunde soll sich wohlfühlen - dieses Ziel wird durch beste Materialien, Farben und Formen erreicht. Dabei wurden bewusst auch Anklänge an die Eifel-Umgebung gesucht, etwa durch die basaltähnlichen Steine an der Wand des Sitzbereiches. Unübersehbar ein Spruch von Jaroslav Seifert: „Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres Lebens ...“
Das Dekor wirkt liebevoll ausgewählt und ist doch recht preiswert gewesen, denn wie Elke Lenartz mit einem Lächeln zugibt, sie hat die verschiedene Deko-Elemente wie Spiegel und einige Lampen bei einem schwedischen Möbelhaus erstanden.
Auch die Lichtplanung erfolgte durch Korte Einrichtungen. Wo möglich, wurden beim Lichtkonzept Sparlampen verwendet. Für die Feierabenstimmung wird am Nachmittag das Licht etwas gedimmt und dann sorgen die Kerzen auf den Tischen für entsprechende Atmosphäre. „Wir setzen grundsätzlich auf Premium, auch beim Ladenbau.“ Der drei-Stufen-Natursauerteig, eine handwerkliche Aufarbeitung und natürlich viele gute Ideen wie z.B. der Spargelstecher tun ein übriges, damit der
Umbau sich rentiert, und das obwohl sich direkt gegenüber ein weiteres Gastronomieobjekt befindet. Dort darf derzeit sogar noch geraucht wer- den, wohingegen im Cafe-Sitzbereich Lenartz Rauchverbot herrscht. Insgesamt ist das neue Konzept und das daraus resultierende neue Sitzangebot bei den Kunden sehr gut angekommen. Der Umsatzzuwachs von immerhin 30 % spricht eine deutliche Sprache.





