Die Bäckerei Hildebrand im 1.800 Seelen Örtchen Barterode hat für ihr einziges Geschäft bei Korte Einrichtungen ein extrem hochwertiges Ladenlokal in Auftrag gegeben. Das Konzept des Landes ist bis ins kleinste Detail stimmig – von der Verarbeitung über das Kaffeeangebot bis hin zur Schrift auf der Angebotstafel.
„Was wir anfangen, das möchten wir auch so perfekt wie möglich machen“, sagt Jens Hildebrand, Inhaber der Bäckerei Hildebrand in Barterode. Und dieses Motto ist Programm. Das sieht man sofort, wenn man im einzigen Ladenlokal des Unternehmens steht. Ein 35 m2 kleines, aber dafür sehr feines Schmuckstück, das man nicht in dem 1.800 Seelen Örtchen in der Nähe von Göttingen erwarten würde. Eine teilmassive Eichenausstattung mit einer halbrunden Theke, nostalgische Lampen und ein gemütlicher Sitzbereich mit dunkelroten Ledersitzflächen vermitteln bereits auf den ersten Blick ein sehr hochwertiges Aussehen und ein warmes, gemütliches Ambiente. Damit passt sie perfekt in das hübsche Fachwerkhaus, in dem die Bäckerei angesiedelt ist.
Liebe auf den ersten Blick
„Genau so habe ich mir den Laden vorgestellt“, sagt Hildebrand. Als er im Jahr 2000 den Betrieb von seinem Vater übernahm, fing er konsequent an zu modernisieren. Eine Umgestaltung des Ladens lag ihm von Anfang an am Herzen, aber zunächst investierte er in die Produktion. Im Juni dieses Jahres kam dann endlich die Verkaufsstelle an die Reihe. Die Zusammenarbeit mit dem Ladenbau Unternehmen Korte verlief problemlos, was sicherlich auch daran lag, dass Jens Hildebrand bereits ganz genaue Vorstellungen hatte.
Auf der iba hatte er nämlich seinen Traumladen bereits am Korte-Stand gesehen. „Das war für mich wirklich ein Schlüsselerlebnis. Ich habe den Laden gesehen und es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt er heute. Natürlich wurde er nicht genauso übernommen, schließlich hat sich in den vergangenen sieben Jahren auch im Ladenbau einiges geändert, aber das Grundkonzept stand sofort. Bis zum fertigen Laden war es dann vor allem Detailarbeit.
Bis ins Detail
Und hübsche Details finden sich in der Bäckerei an jeder Ecke – von der Kinderschublade in der teilmassiven Eichenholztheke über die Miniatur-Bäcker als Preisschildhalter bis hin zur außergewöhnlichen Schrift auf der Angebotsta-fel, die das Ehepaar Hildebrand von einer befreundeten Künstlerin gestalten ließ. Gemeinsam mit der sehr hochwertigen Ausstattung entsteht ein rundum gelungener Firmenauftritt. „Ich wollte unbedingt natürliche Materialien, die gut zum Naturprodukt Brot passen“, sagt Hildebrand.
Mit einer Portion Mut
Die Umsetzung dieses Konzeptes erforderte eine gehörige Portion Mut, denn mit der Einrichtung hat sich auch das gesamte Laden-Konzept verändert. So wurden beispielsweise die Snacks bzw. die Kühltheke von ihrem etwas stiefmütterlichen Platz hinter der Eingangstür direkt in den Blickwinkel der Kunden gegenüber von der Tür verlegt. Der Effekt war verblüffend: „Wenn wir früher acht bis zehn belegte Brötchen pro Tag verkauft haben, verkaufen wir jetzt das Dreifache“, sagt Hildebrand.
Im alten Laden gab es außerdem bis zum Umbau – typisch für eine Dorfbäckerei – ein größeres Sortiment an Handelswaren von Konserven über Milch bis zu Zeitungen. Seit der einzige Lebensmittelmarkt geschlossen worden war, hatte die Bäckerei eine Funktion als Nahversorger übernommen. Da aber die Nachfrage immer mehr nachließ, entschloss Hildebrand sich dazu, diesen Teil aus seinem neuen Laden zu verbannen. Jetzt finden sich noch Zeitungen, eine Auswahl an Kaltgetränken und einige Süßigkeiten in drei Regalen im hinteren Teil der Verkaufsstelle. Den gewonnenen Raum rechts von der Eingangstür nutzt die Bäckerei nun für einen kleinen Cafébereich mit sieben Sitzplätzen. Zwei Tische, vier Stühle und eine lange Bank an der Wand laden zum Verweilen ein. Zwei unterschiedliche Bodenbeläge trennen die beiden Bereiche optisch voneinander – im Verkaufsteil liegen Fliesen, in der Sitzecke dunkler Holzboden. Aber auch gerade diese Sitzecke sorgte im Vorfeld für viele Diskussionen. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass sich wirklich Kunden dort zum Kaffeetrinken niederlassen würden – vor allem aus dem Ort selbst nicht. Um so größer war die Freude, als sich nach kurzer Zeit herausstelle, dass der Cafébereich sehr wohl genutzt wird – auch von Einwohnern aus Barterode.
Hochwertiges Kaffeekonzept
Das liegt aber mit Sicherheit unter anderem auch am ausgefeilten Kaffeekonzept, das den hochwertigen Firmenauftritt unterstreicht. Ein Halbautomat und eigens für
die Bäckerei Hildebrand gerösteter Kaffee von Roman Schärf vermitteln einen professionellen Eindruck. Alle drei Angestellten im Verkauf erhalten regelmäßig Barista-Schulungen. „Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch bei unseren Backwaren, da sollte die Qualität in allen anderen Bereichen dazu passen“, sagt Hildebrand. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Seit dem Umbau ist der Tagesumsatz konstant um etwa 20% gestiegen.





