Um im Hauptgeschäft das handwerkliche Arbeiten des Unternehmens hervorzuheben und das ländliche Image zu unterstreichen übernahm Korte Einrichtungen den Ladenbau für die Bäckerei Dietz aus Buxtehude.
Bäckermeister Ralf Dietz legt sehr viel Wert auf den handwerklichen Charakter seiner Produkte und ebendieser Charakter sollte sich auch in der Einrichtung des Hauptgeschäftes widerspiegeln.
Besonders wichtig war dem Unternehmer, dass in dem neuen Laden die Ware im Mittelpunkt steht. „Wir haben uns Vorschläge von zwei anderen Ladenbauern machen lassen. Letztendlich haben wir uns aber für Korte entschieden, da wir einen individuellen Laden haben wollten, der keinem anderen ähnelt und nicht zuletzt wegen der Empfehlung eines Kollegen.“
Frühstücksgeschäft
Die neue Theke bietet Platz für sieben Bleche in der Trockentheke und für jeweils zwei Bleche in der Snack- und in der Sahnekühlung. Direkt vor dem WP Matador Store mit schwarzer Front befindet sich eine 1,60 m breite Brötchenschütte mit einer Zwischenetage. „Wir haben morgens nur Berliner und Plunderteilchen als Feingebäck in der Theke. So konnten wir unseren Umsatz mit Frühstücksgebäcken steigern und halten. Auch in der Zwischenetage über den Brötchen sind morgens Croissants und andere Frühstücksgebäcke zu finden.“
Wie auch der Rest des Ladens besteht die Theke aus massivem Eichenholz und aus mit Eiche furnierten Platten. Die massive Optik der Theke betont das bodenständige Bäckerhandwerk. Die Taschenablage aus Edelstahl setzt sich optisch dezent von der rustikalen Thekenoptik ab. Auf ein Logo in der Thekenfront wurde bewusst verzichtet. Dies eignet sich eher für Vorkassenzonen oder Shop-in-Shop Lösungen als für ein Fachgeschäft. „In unserer ländlichen Umgebung wissen die Kunden schon, zu welchem Bäcker sie gehen, da muss das Logo nicht überall zu sehen sein“, fügt Dietz lächelnd hinzu. Auch Lichtsysteme wie LEDs oder ähnliches wurden nicht in der Theke verbaut um die rustikale Optik nicht zu stören und um die Ware und nicht die Theke in den Mittelpunkt zu rücken.
Das Brotregal wurde auch aus diesem Grund dunkel hinterlegt. Die Rückwand ist auch ein schöner farblicher Kontrast zu den Eichefronten und wird von dem Massivholz-Gesims eingerahmt. Das Gesims füllt den Raum bis unter die Decke aus und bietet einen schönen Platz um Werbung und Dekoration unterzubringen und publikumswirksam zu platzieren.
Hinter der Theke
Nicht nur für die Augen der Kunden ist der neue Laden angenehm. Für die Verkäuferinnen sind viele Ablagemöglichkeiten geschaffen worden. So befindet sich die Papierrolle direkt unterhalb der Kuchentheke, wo sie am häufigsten gebraucht wird. Direkt daneben lassen sich Pappteller und Papiertüten in passenden Ablagefächern unterbringen. Auch an der Kühltheke ist ein Halter für Pappteller untergebracht. So lassen sich unnötig lange Wege vermeiden.
Um die Kaffeemaschine herum ist alles zu finden, was an diesem Arbeitsplatz benötigt wird. Tassen, Untertassen und Teller sind dekorativ in offenen Regalfächern um die Maschine angeordnet, das Besteck in Körben direkt darunter. Die Tafel mit den Kaffeepreisen ist im Gesims oberhalb der Kaffeestation befestigt.
Neben dem Ofen ist eine Arbeitsfläche zum Brötchendrehen und veredeln vorgesehen. Ein Handwaschbecken mit Seifen- und Handtuchspender ist ebenfalls in dieser Ecke untergebracht. „Um die Optik des Ladens nicht zu stören, wurden hier Edelstahlausführungen benutzt. Weißes Plastik hätte nicht ins Bild gepasst.“ Ebenso sind die an dem Arbeitsplatz montierten Steckdosen silbern um die Hochwertigkeit zu unterstreichen. Das Verkaufsteam findet die Steckdosen, auch wenn sie nur selten genutzt werden, gut und sinnvoll positioniert. So ist es nicht notwendig mit Verlängerungen zu arbeiten.
Das Brotregal ist wie der Rest des Ladens komplett aus Holz gefertigt. So werden die handwerklichen Produkte der Bäckerei Dietz stilecht präsentiert. Vier Brötchenkörbe mit eingearbeitetem Brezellogo setzen die Kleingebäcke in Szene. Um im Hochbetrieb das Nachfüllen der Körbe zu reduzieren, sind zwei Ersatzkörbe in die Rückwand eingelassen. So lässt sich einfach und schnell ein leerer Korb gegen einen vollen tauschen.
Gesamtkonzept
„Uns war von Anfang an bewusst, dass wir mehr brauchen würden als eine neue Ladeneinrichtung damit das Hauptgeschäft unseren Ansprüchen genügen würde“, erläutert Ralf Dietz. „Auch hier konnte Korte uns mit einem guten Service und kompetenten Mitarbeitern vor Ort überzeugen.“
Die Mitarbeiter aus dem Planungsbüro in Hamburg betreuten nicht nur den Bau der Ladeneinrichtung, sondern auch alle anderen anfallenden Arbeiten. Beispielsweise wurde das Ladenlokal zur Strasse hin um 1,50 Meter durch einen Vorbau verlängert. Der Ladenbauer liess in diesem Zusammenhang den Bürgersteig vor dem Laden neu pflastern und sorgte auch für die neue Treppe, die nun in den Laden führt. Auch musste das Ladenlokal innen komplett neu verputzt und einige Wände neu gezogen werden. „Hier hat Korte hervorragend mit Firmen zusammen gearbeitet, bei denen ich schon lange Kunde bin. Die Ablaufplanung und die Organisation der Arbeiten organisierte der Mitarbeiter vor Ort.“
Trotz der umfangreichen Umbaumaßnahmen konnten die Baumaßnahmen nach nur drei Wochen abgeschlossen und der Laden wieder eröffnet werden. In dieser Zeit diente ein Verkaufsanhänger als Ersatz. „Durch den Umbau des Ladens konnten wir den Gesamtumsatz um elf Prozent steigern. Nur der Umsatz des Kaffeedepots ist um etwa 38 Prozent gesunken. Dies liegt aber daran, dass wir die Angebotsfläche auf ein Minimum reduziert haben.“
Handwerkliche Qualität
Ralf Dietz führt das Familienunternehmen in der vierten Generation seit 1996 gemeinsam mit seiner Frau Anja, die sich um den Verkauf kümmert. Das Unternehmen verzeichnet kaum Personalfluktuation, was der Unternehmer auf die Art der Mitarbeiterführung zurückführt. „Wir achten darauf, dass neue Mitarbeiter ins Unternehmen passen und bilden unsere Angestellten regelmäßig fort.“ Retouren von etwa elf Prozent, ein Personaleinsatz von etwa 38 Prozent und der Wareneinsatz von 16 Prozent sprechen für die Art, wie das Ehepaar das Unternehmen führt.
Bei der Auswahl der Lehrlinge haben die Mitarbeiter in der Backstube, bzw. in den Läden das letzte Wort. Sechs Praktikanten nimmt der Bäckermeister jedes Jahr an und lässt von den Bäckern zwei aussuchen, denen er eine Lehrstelle anbietet. „Die Leute, die direkt mit den Jungen und Mädchen zusammen arbeiten können diese viel besser beurteilen. Und so kann ich auch sicherstellen, dass die Neuen auch ins Team passen.“
Wenn es dann mit der Ausbildung losgeht bekommt jeder Auszubildende eine umfangreiche Einarbeitung um die Grundzüge des Unternehmens uns die Produkte kennen zu lernen. Auch muss jede Verkäuferin für ein paar Nächte in die Backstube um zu sehen und zu erfahren wie die Produkte entstehen, die sie jeden Tag verkauft. Ralf Dietz ist überzeugt, dass die Qualität der Mitarbeiter entscheidend am Erfolg eines Unternehmens beteiligt ist. In der Backstube kommt auch, bis auf eine Ausnahme, keine Fertigmischung zum Einsatz. Auch Cremes und Füllungen bereiten die Bäcker alle nach traditionellen Rezepten zu. „Nur so bekommen wir die Qualität, die wir haben möchten und die unsere Kunden von uns erwarten“, so Dietz. Um mit diesen handwerklichen Methoden Produkte mit Top-Qualität zu erhalten, müssen die Mitarbeiter hinter dieser Qualität stehen und davon überzeugt sein. Dies erreicht Ralf Dietz durch regelmäßig stattfindende Seminare und Fortbildungen. Und manchmal bekommen die Verkäuferinnen auch einen Wellnessabend geschenkt, der gerne angenommen wird. „Am nächsten Tag stehen die Damen dann wie neu geboren hinter der Theke und sind für eine ganze Weile hochmotiviert. Das merken auch die Kunden.“
Marketing
Der Unternehmer ist in Buxtehude bekannt wie ein bunter Hund. Dies liegt zum einen an der umfangreichen Zusammenarbeit mit der Lokalpresse, zum anderen aber auch an Aktionen, die sein Unternehmen veranstaltet. So erhält jedes Kind, das den Kindergarten verlässt und eingeschult wird von der Bäckerei Dietz eine kostenlose Einschulungstorte. „So etwas kann man selbstverständlich nur auf dem Land machen, wo die Zahl der Kinder überschaubar ist. In einer Großstadt kann das schnell sehr teuer werden“, fügt er lächelnd hinzu.Zudem veranstaltet der Bäckermeister regelmäßig Seminare in Schulen zum Thema gesunde Ernährung.
Der Unternehmer ist fest davon überzeugt, dass jedes Unternehmen seinen eigenen Marketingstil braucht. „Wer versucht von Anderen zu kopieren, liegt schnell auf der Nase.“ Dieser eigene Stil soll sich auch in den Produkten und in den Läden widerspiegeln. Mit der Wahl von Korte als neuem Ladenbauer ist Dietz zufrieden. „Die Leistungen und das Ergebnis haben mich überzeugt“, erklärt der Bäckermeister. „Die Koordination aller nötigen Bauarbeiten bis hin zur genauen Erörterung und Umsetzung unserer Wünsche und Anforderungen an den neuen Laden machen mich überzeugt, dass dies nicht der letzte Laden ist, den ich mit Korte zusammen baue“, fügt er hinzu.
(Quelle: DBZ Magazin)





